12. Mai 2016

Sarah Schober

Mein Name ist Sarah Schober und ich bin Mitbegründerin der UFMUW.

Meine Arbeit bei der ÖH hat auf der Bundesvertretung (BV) angefangen. Dort war ich fast zwei Jahre lang Sachbearbeiterin im Referat für Studien- und MaturantInnenberatung. Mein ÖH-Alltag bestand aus Beratungsgesprächen und Schulbesuchen. Wenn man mehrmals wöchentlich auf der BV sitzt und den Mailverteiler mitliest, bekommt man aber auch mit was ÖH alles macht und sein kann. Da hab ich einiges auf unserer Uni vermisst. Vor allem in Zusammenhang mit der Einführung des KPJ ist mir aufgefallen, dass sich etwas ändern muss. So habe ich mit ein paar Freund_innen im Sommer 2012 die UFMUW gegründet und wir haben uns den Unabhängigen Fachschaftslisten Österreichs (FLÖ) angeschlossen. Parteipolitisch und finanziell unabhängige Studierendenpolitik machen – das wollten und wollen wir. Als wir dann völlig überraschend im Mai 2013 die ÖH-Wahlen gewonnen hatten, durfte ich das Amt der Vorsitzenden der ÖH Med Wien annehmen. Außerdem war ich im Senat und sowohl der Curriculumkommission Human- als auch Zahnmedizin tätig. Mit der damaligen Vizerektorin für Lehre, Gender und Diversity stand ich im regelmäßigen Austausch. Zwei Jahre lang – von 2013 bis 2015 – durfte ich all das tun. Meistens war es sehr erfüllend, spannend, fordernd im positiven Sinne und lustig – manchmal aber auch wahnsinnig frustrierend und anstrengend. Unbezahlbar ist, was ich alles gelernt habe in diesen Jahren. An Lebenserfahrung ist ordentlich was dazu gekommen. Das großartige Gefühl Kolleg_innen zu vertreten und dabei Wichtiges erreichen zu können, hat mir oft über Durststrecken hinweg geholfen. Besonders gerne erinnere ich mich an die Verhandlungen rund um die Einführung einer Aufwandsentschädigung im KPJ und den nach und nach einsetzenden Erfolg. Aber auch die SIP1-Teilung war ein großer Moment, die Teilnahme am Audit “Hochschule und Familie” ermöglichte mir als Studentin mit Kindern für Kolleg_innen in ähnlicher Situation ein Sprachrohr zu sein. Ebenso waren auch die vielen kleineren Projekte in ihrer Entwicklung schön zu beobachten – das Stricken im Advent zum Beispiel. Oder das erste ÖH Med Wien Sommerfest! Na, es war wirklich eine super Zeit. Vor zwei Jahren habe ich mich dann entschlossen eine tragendere Rolle bei den FLÖ einzunehmen, war bei den Koalitionsverhandlungen der ÖH Bundesvertretung dabei und bin dann als Pressesprecherin wieder auf die ÖH Bundesvertretung zurückgekehrt.
Heute bin ich im KPJ und lebe mit meiner Familie in Finnland, unterstütze aber die UFMUW weiterhin, berate und helfe wo ich nur kann. Es ist mir wichtig mein Wissen und meine Erfahrungen an die nächste Generation weiter zu geben. Außer meiner Begeisterung für die Hochschulpolitik, können mich ein gutes Buch, eine neue Sprache, das nächste Strickprojekt oder die Planung einer Reise ziemlich einnehmen.