Cuko = Curriculumkommission

Morgen ist es wieder einmal soweit: die Cuko tagt. Mit Cuko ist die Curriculumkommission Humanmedizin gemeint. Diese ist besonders für uns Studierende eines der wichtigsten Gremien an unserer Universität. Alle großen Entscheidungen, die unser Studium betreffen, werden hier beschlossen. In den vergangenen Jahren waren dies beispielsweise die Teilung der SIP1 Prüfung und die Verlängerung der maximalen Zeit im Ausland während des dritten Studienabschnitts auf 1,5 Jahre. Eine weitere Aufgabe der Curriculumkommission ist das Festsetzen von Fristen, beispielsweise die Übergangsfrist für Orthopädie und Unfallchirurgie im KPJ für das Studienjahr 2016/17.

Die Curriculumkommission setzt sich aus insgesamt 12 Mitgliedern der drei Kurien „Professor_innen“, „Mittelbau“ und „Studierende“ zusammen und ist (im Gegensatz zum akademischen Senat) drittelparietätisch besetzt. Das bedeutet: jede dieser Kurien entsendet 4 Mitglieder. Mit Prof. Ivo Volf ist der derzeitige Vorsitzende der Curriculumkommission ein Vertreter des Mittelbaus. Aus der UFMUW sitzen für euch Julia Wunsch, Serkan Asilkan und Leon Fierek in der Curriculumkommission Humanmedizin. Ein weiteres Mandat wird von unserer Kollegin Lisa Leitgeb vom VSStÖ wahr genommen. Zusätzlich gibt es noch eine große Zahl an Studierenden aller Fraktionen sowie fraktionsloser Studierender, die als Ersatzmitglieder durch die Studienvertretung Humanmedizin nominiert sind. Damit ein Beschluss der Curriculumkommission letztlich auch umgesetzt werden darf, muss der akademische Senat der Medizinischen Universität Wien seine Zustimmung geben, die durch einfache Mehrheit erreicht werden kann.

Außerhalb der einmal monatlich stattfindenden Sitzungen fand vor kurzem wieder ein großes Treffen der Curriculumkommission (der „Cuko Retreat“) statt, zu der auch alle Ersatzmitglieder der Kurien und vertretend für alle Blockkoordinator_innen Prof. Ellinger für den vorklinischen Abschnitt sowie Prof. Schindl für den klinischen Abschnitt eingeladen waren. Beim „Cuko Retreat“ gab es eine umfangreiche Diskussion bezüglich des Prüfungswesens, bei dem zu unserer großen Freude offenbar nach wie vor breiter Konsens über alle Kurien hinweg herrscht. Dass Verbesserungen dringend notwendig sind, ist den meisten Mitgliedern seit Jahren bewusst, doch von der Idee zur Einigung und schließlich zum Beschluss, ist es ein sehr langer Weg.

Die tatsächliche Umsetzung von Verbesserungen dauert aufgrund unterschiedlicher Umstände oft wesentlich länger als erwartet – manchmal ist eine Idee auch schlichtweg nicht umsetzbar. Zwischen der Curriculumkommission, dem Vizerektorat für Lehre, dem Teaching Center sowie den Curriculumdirektor_innen muss vieles koordiniert werden, Ideen drehen Schleifen, Diskussionen müssen wiederholt geführt werden und strukturelle Bedingungen können im Weg stehen. Die richtige Überzeugungsarbeit zu leisten, dauert demnach manchmal Monate – unter anderem auch Jahre – und nimmt viel Geduld wie auch Fingerspitzengefühl in Anspruch. Soviel sei verraten, wir haben während der letzten Monate in vielen Sitzungen – wie auch abseits der offiziellen Treffen – den Kontakt mit den Entscheidungsträger_innen gesucht und konsequent darauf hingearbeitet, noch in diesem Semester ein paar große Projekte umsetzen zu können.

Für die kommenden Sitzungen in der Curriculumkommission Humanmedizin sind von unserer Seite aus eine Vielzahl an Anträgen geplant, die wir einbringen werden. Neben dem Ziel, weitere kleinere Prüfungen zeitnaher zum Stoff zu etablieren und dadurch große Prüfungen wie die SIP aufzuteilen, betrifft dies auch das KPJ, die (internationale) Mobilität sowie das Ersatzleistungsprocedere und die Anwesenheitspflicht im Studium.

Die Verbesserung des Prüfungswesens ist dabei unser größtes Anliegen: Nach dem Vorbild Graz, wo nach jedem Modul (mit unserem Block-System zu vergleichen) eine kompakte Überprüfung des Stoffs stattfindet, wollen auch wir weg von riesigen Prüfungen wie der SIP. Wir hinterfragen seit Jahren die Sinnhaftigkeit, für bis zu sechs Fächer gleichzeitig lernen zu müssen, die Prüfung im Endeffekt doch meist nur durch das Auswendiglernen von Altfragen schaffen zu können. Wie viel vom Gelernten weiß man denn noch nach dem Sommer (dass sich ein Gürteltier mit Lepra infizieren kann zählt nicht!)?

Nicht zuletzt werden wir uns auch einem Zahn-Thema in der Curriuclumkommission Humanmedizin annehmen: Wie einige von euch mitbekommen haben, gibt es seit längerem ein großes Problem für Studierende der Zahnmedizin, wenn sie nach Studienabschluss Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie (MKG) machen wollen. Der Grund hierfür ist, dass schlichtweg keine Plätze im Humanmedizinstudium bereit gestellt werden, dies jedoch eine Voraussetzung für MKG darstellt. Für die morgige Sitzung werden wir daher erneut dieses Thema aufgreifen und hoffen, euch bald endlich positive Neuigkeiten mitteilen zu können.

Sofern es von eurer Seite Verbesserungsvorschläge zu unserem Studium gibt, würden wir uns sehr über Feedback und Ideen freuen – bis dahin bleiben wir für euch am Ball und informieren euch selbstverständlich über die aktuellen Entwicklungen in der Curriculumkommission.

 

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